Dies ist eine elektronische Version des originalen Advanced Pac Screen Benutzerhandbuchs zur Software Version 1.1, © 1985 Pac Hardware GmbH, Berlin, aufbereitet von Jürgen Keller im Frühling 2011. Die Textformatierung der originalen gedruckten Version wurde zu Gunsten der Lesbarkeit an die heutigen Möglichkeiten angepasst. Ausserdem wurden einzelne Formulierungen leicht abgeändert, um den Lesefluss und/oder die Verständlichkeit zu verbessern. Für Vollständigkeit, Fehler redaktioneller und technischer Art, Auslassungen usw. sowie die Richtigkeit der Inhalte kann keine Haftung übernommen werden.

Software Version 1.1
von Thomas Blume, © 1984, 1985 by Pac Hardware GmbH, Berlin.

Benutzerhandbuch
geschrieben von Wilfried Kötz, Michael Hartmann, Andreas Jankowsky.

Demo-Programme
mit freundlicher Unterstützung von Wolfgang Broulik, Stefan Florian, Thomas Blume.

Inhalt

Einleitung

Mit dem Kauf dieses Advanced Pac Screen (kurz: APS) haben Sie drei prinzipiell verschiedene Geräte in einem Gehäuse erworben. Dieses Kombinationsgerät ersetzt folgende einzelne Geräte:

(Video-Interface und Centronics-Schnittstelle sind zu einem Gerät zusammengefasst.) Obwohl also physikalisch nur ein Gerät, wird das APS in der HP Interface-Loop (kurz: IL) als zwei Geräte erkannt. Diese Geräte haben folgende Device ID bzw. Device AID:

Gerät Device ID Device AID  
1 PAC-TEXT 48 Display-Einheit
2 PAC-PLOT 96 Plotter-Einheit

PAC-TEXT und PAC-PLOT benutzen beide einen gemeinsamen Monitor als Ausgabeeinheit. Die erzeugten Bilder beider Geräte werden jedoch in verschiedenen Bildspeichern abgelegt und sind daher nicht mischbar. Mit der roten Taste auf der Geräteoberseite kann zwischen den beiden Geräten umgeschaltet werden. Dies ist natürlich auch softwaremässig möglich; der jeweils gültige Bildinhalt wird dann angezeigt.

Die Adressierung der beiden Gerätefunktionen erfolgt über die Gerätekennung (Device ID). Näheres dazu erläutern die entsprechenden Kapitel über die Geräte. Auch Ihr Handbuch zum HP-IL-Modul Ihres Rechners gibt weitere Auskünfte zur Adressierung von Interface-Geräten. Wenn die Adressen in der Interface-Loop verteilt werden, erhält PAC-TEXT immer die niedrigere der beiden Adressen, PAC-PLOT immer die höhere. Ist das APS beispielsweise das einzige Gerät in der Interface-Loop und Ihr Controller auf Auto-Adressierung geschaltet, so erreichen Sie PAC-TEXT unter der Adresse 1, PAC-PLOT unter der Adresse 2.

Installation

In den folgenden Abschnitten wird beschrieben, wie Sie das APS auf die Verwendung innerhalb Ihres HP-IL-Systems vorbereiten müssen.

Stromversorgung

Die Stromversorgung Ihres APS erfolgt über den Anschluss an der Gehäuserückseite. Dort finden Sie eine kleine Buchse für die Stromversorgung sowie einen 16-poligen Steckverbinder für die Druckerschnittstelle. Bei dem Stecker für die Stromversorgung handelt es sich um einen 3,5 mm Stereo-Klinkenstecker, bei dem der erste Zentralkontakt und der Schaft mit der Spannungsquelle verbunden sind.

Zum Anschluss des mitgelieferten Netzgerätes stecken Sie bitte zunächst das Netzgerät in die Steckdose. Danach kann das Anschlusskabel durch den Klinkenstecker mit dem Stromversorgungsanschluss an der Gehäuserückseite verbunden werden. Mit dem Anschluss des Klinkensteckers wird das APS mit Strom versorgt. Ein weiterer Schalter ist nicht notwendig. Wenn Sie das Gerät ausschalten wollen, ziehen Sie einfach den Klinkenstecker ganz aus der Buchse.

Anschluss an die Interface-Loop

Die HP Interface-Loop kann aus mehreren Peripheriegeräten und einem Controller bestehen. Die Peripheriegeräte können in beliebiger Reihenfolge angeschlossen sein – die IL-Kabel müssen jedoch eine aneinanderhängende Schleife bilden.

Um das APS an die Schleife anzuschliessen, muss zunächst der Controller ausgeschaltet werden. Danach müssen Sie nur die Schleife an einer beliebigen Stelle unterbrechen und das APS an dieser Stelle in die Schleife einfügen. Ist das APS das einzige Peripheriegerät in der Schleife, so wird es direkt mit dem Controller über die IL-Kabel verbunden. Wichtig ist, dass beim Neukonfigurieren der Schleife der Controller ausgeschaltet ist.

Anschluss an den Monitor

Die Verbindung zwischen dem APS und einem Monitor geschieht über ein Monitorkabel mit Cinch-Stecker. Um das APS an einen Monitor anzuschliessen, wird ein Ende des Monitorkabels in die Cinch-Buchse an der Frontseite des Interface gesteckt und das andere Ende in die Buchse am Monitor.

Der Monitor sollte einen Composite-Video-Eingang mit einer Empfindlichkeit von ca. 1 Vss besitzen. Die Bandbreite sollte etwa 18 MHz betragen. Solche Monitore sind als Computermonitor in jedem Fachgeschäft erhältlich. Von der Benutzung eines Fernsehgeräts als Anzeigemonitor raten wir ausdrücklich ab, da diese Geräte nicht über eine ausreichende Videobandbreite – und damit Bildschärfe – verfügen.

Abbildung 1: Eine typische Interface-Loop-Konfiguration

Betrieb

Sobald Sie nun das APS mit der Interface-Loop, dem Monitor und dem Netzgerät verbunden, d.h. die zum Betrieb vorbereitenden Massnahmen getroffen haben, können Sie mit dem Gerät arbeiten. Zur Kontrolle leuchtet nun die POWER-Kontrollleuchte und auf dem Monitor erscheint ein Testbild.

TBD: ILLUSTRATION

Modus-Schalter

Mit dem roten Schalter, der sich an der Geräteoberseite befindet, wird der Betriebsmodus des APS gesteuert. Beim Einschalten befindet sich das Interface im Textmodus. Durch Drücken der roten Taste wird zwischen Text- und Grafikmodus hin- und hergeschaltet. Desweiteren werden bei längerem Drücken dieser Taste im Grafikmodus die Hilfeseiten aktiviert. (Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte den folgenden Kapiteln.)

Die Centronics-Schnittstelle

Mit dieser Schnittstelle ist es möglich, Daten zwischen der Interface-Loop und einem Centronics-Gerät direkt auszutauschen. Die Steuerung dieser Schnittstelle erfolgt softwaremässig. Zum Anschluss des Druckers an den Centronics-Anschluss des APS benötigen Sie ein Kabel mit den folgenden Verbindungen:

Abbildung 2: Verbindungskabel Centronics/Advanced Pac Screen

Weitere Einzelheiten bezüglich des Betriebs der Schnittstelle entnehmen Sie bitte dem Kapitel über die Benutzung des APS als Centronics-Interface. Der Anschluss für die Centronics-Schnittstelle befindet sich auf der Seite des Stromversorgungssteckers. Es handelt sich dabei um einen 16-poligen Flachbandkabel-Steckverbinder mit Polarisierung.

Technische Beschreibung

Kontrolle des APS mit HP-IL Meldungen

HP-IL Meldung Antwort des Advanced Pac Screen
Befehlsgruppe
Interface Clear Beseitigt den Talker- oder Listenerstatus.
Device Clear Das System wird zurückgesetzt, d.h. Text- und Grafik-Bildschirm werden gelöscht.
Selected Device Clear Falls Listener, wird der Bildschirm gelöscht, der momentan gerade angesprochen wird.
Go To Local Keine Antwort.
Local Lockout Keine Antwort.
Remote Enable Keine Antwort.
Not Remote Enable Keine Antwort.
Parallel Poll Enable 0-15 Keine Antwort.
Parallel Poll Disable Keine Antwort.
Parallel Poll Unconfigure Keine Antwort.
Group Execute Trigger Keine Antwort.
Loop Power Down Keine Antwort.
Enable Asynchronous Requests Keine Antwort.
Auto Address Unconfigure Adresse wird auf 1 gesetzt.
Listen Address 0-31 Wenn die Adresse übereinstimmt, so wird das Gerät vom Listener zum Talker.
Unlisten Der Listener-Status wird zurückgesetzt.
Device Dependent Listener 0-31 Keine Antwort.
Talk Address 0-31 Wenn die Adresse übereinstimmt, so wird das Gerät vom Listener zum Talker.
Untalk Der Talk-Status wird zurückgesetzt.
Device Dependent Talker 0-31 Keine Antwort.
Secondary Address 0-30 Keine Antwort.
Null Keine Antwort.
READY-Gruppe
Take Control Keine Antwort.
Ready For Command Keine Antwort.
Send Data Keine Antwort.
Send Status Falls Talker, werden zwei Statusbytes gesandt.
Send Device ID siehe bei den einzelnen Interface-Teilen.
Send Accessory ID siehe bei den einzelnen Interface-Teilen.
Not Ready For Data Falls Talker, wird das vorhergegangene Datenbyte das letzte Byte, das gesendet wird. Dann wird ein End-Of-Transmission-Befehl gesendet.
End Of Transmission - OK Falls Talker, wird End-Of-Data gesendet.
End Of Transmission - Error Falls Talker, wird der HP-IL-Check angefordert.
Auto Address 0-31 Falls das Gerät schon eine Adresse hat, erfolgt keine Antwort.
Falls die Adresse 31 ist, erfolgt keine Antwort.
Falls die Adresse kleiner als 31 ist und das Gerät noch keine andere Auto-Adresse hat, so wird die Meldungsadresse zur Geräteadresse. Die Meldungsadresse wird um 1 erhöht und weitergesendet.
Auto Extended Primary 0-31 Keine Antwort.
Auto Extended Secondary 0-31 Keine Antwort.
Auto Multiple Primary 0-31 Keine Antwort.
Identitätsgruppe
Identify (no service request) Keine Antwort.
Identify (service request) Keine Antwort.
Datengruppe
Data Byte (no service request)
oder
Data Byte (service request)
Falls Talker, wird ein HP-IL Error Check durchgeführt und das nächste Datenbyte gesendet. Falls Listener, wird das Datenbyte aufgenommen und zum nächsten Gerät weitergesendet.
End Byte (no service request)
oder
End Byte (service request)
Falls Listener, wird das Datenbyte aufgenommen und zum nächsten Gerät weitergesendet.

Statusbyte Definitionen

Beim Senden der Meldung Send Status reagiert das APS mit dem Zurückgeben von zwei Statusbytes. Die Interpretation des zweiten Statusbytes ist abhängig vom Trace-Modus, in dem sich das APS befindet.

Bit-Nr. Bit-Wert Name Definition
Erstes Statusbyte
7 128 Immer auf 0 gesetzt.
6 64 SR Service request. Wird bei Systemstörungen gesetzt.
5 32 MB Darstellung des Trace-Modus:
4 16 MA MB MA Trace-Modus
0 0 Trace aus
0 1 Trace 1
1 0 Trace 2
1 1 Trace 3
3 8 ER Wird gesetzt bei Fehlerzustand.
2 4 Immer auf 0 gesetzt.
1 2 Immer auf 0 gesetzt.
0 1 Immer auf 0 gesetzt.
Zweites Statusbyte, falls der Trace-Modus eingeschaltet ist
7 128 Immer auf 0 gesetzt.
6 64 Immer auf 0 gesetzt.
5 32 Immer auf 0 gesetzt.
4 16 Immer auf 0 gesetzt.
3 8 RJ Gesetzt, wenn das Text-Interface sich im Rechtsbündig-Modus befindet.
2 4 Immer auf 0 gesetzt.
1 2 Immer auf 0 gesetzt.
0 1 Immer auf 0 gesetzt.
Zweites Statusbyte, falls der Trace-Modus ausgeschaltet ist
7 128 Immer auf 0 gesetzt.
6 64 Immer auf 0 gesetzt.
5 32 DS Wird gesetzt, falls sich das APS in einem Device Status befindet.
4 16 Immer auf 0 gesetzt.
3 8 Immer auf 0 gesetzt.
2 4 Immer auf 0 gesetzt.
1 2 RS Wird gesetzt, falls das APS bereit ist, Daten zu senden.
0 1 RR Wird gesetzt, falls das APS bereit ist, Daten zu empfangen.

Das Text-Interface

Spezifikationen des Text-Interface

HP-IL Meldungen

Die Reaktion des APS auf verschiedene HP-IL-Meldungen wurde bereits im vorherigen Kapitel ausführlich behandelt. Deshalb sollen an dieser Stelle nur noch zwei spezielle HP-IL-Meldungen behandelt werden.

HP-IL-Meldung Reaktion des Advanced Pac Screen
Send Device ID Falls Talker wird der String PAC-TEXT gesendet.
Send Accessory ID Falls Talker wird ein Byte mit dem Wert 48 gesendet.

Technische Daten

Der Textbildschirm erlaubt die Darstellung von 25 Zeilen à 80 Zeichen. Der Bildschirmpuffer umfasst 75 Zeilen, die durch Rollen des Bildschirms in das Textfenster geschoben werden können.

Default-Werte beim Einschalten

Nach dem Einschalten befindet sich das Interface im Textmodus im folgenden Default-Zustand:

Cursor Der Cursor befindet sich auf Position 0,0.
Der Ersetzungscursor (blinkender Block) wird dargestellt.
Betriebsmodus Die Centronics-Schnittstelle ist ausgeschaltet.
Der Trace-Modus ist abgeschaltet.
Es werden 80 Zeichen pro Zeile dargestellt.

Wird als Controller des Bildschirms der HP-71 oder HP-75 benutzt, so kann das APS nach Ausführung der Befehle

DISPLAY IS DISPLAY
DELAY 0,0

als Textdisplay benutzt werden. Die Cursortasten und Editiermöglichkeiten des Rechners werden dabei voll unterstützt. Beachten Sie bitte, dass das Betriebssystem des Rechners nur einen Zeileneditor unterstützt, d.h. es kann nur die zuletzt angezeigte Zeile verändert werden, nicht jedoch bereits vorher gelistete Zeilen. Diese müssen zum Editieren erneut auf das Display geschrieben werden.

Aufbau und Erzeugung von Escape-Sequenzen

Eine Escape-Sequenz ist eine Kette von ASCII-codierten Datenbytes. Den Anfang dieser Zeichenkette bildet immer das Zeichen 27 (ESC). Jedes Zeichen in der Kette wird durch ein einzelnes Byte (im ASCII-Code) repräsentiert. Eine gültige Escape-Sequenz hat eine der folgenden Grundformen:

ESC a oder ESC xynnnZ

Wenn x und y in einer Folge von Sequenzen beide vorkommen, so können die Sequenzen zu einer längeren Kette kombiniert werden:

ESC xynnn1z1...nnnNZN

Die von a, y, n und z repräsentierten Zeichen sind auf bestimmte Zeichen eingeschränkt, siehe nachfolgende Tabelle. Jedes grossgeschriebene Z-Zeichen oder jedes ungültige Zeichen beendet die Sequenz, wenn es die Ausgabeeinheit erreicht hat. Spätere Datenbytes werden als Daten interpretiert und die entsprechenden Zeichen werden im Puffer der Ausgabeeinheit zwischengespeichert.

Gültige Zeichencodes
a x y n z
48 bis 126 33 bis 47 96 bis 126 32 bis 63 64 bis 94, 96 bis 126

Die Zeichen 0 bis 6, 10, 13, 16, 17, 19, 21, 22, 23 und 127 werden ignoriert, falls sie in einer Escape-Sequenz vorkommen.

Das APS Video-Interface antwortet nur auf solche Escape-Sequenzen, wie sie in der nachfolgenden Tabelle vorkommen. Die angegebenen Operationen werden ausgeführt, sobald die Sequenzen vom Video-Interface empfangen werden. Jeder Teil einer gültigen Escape-Sequenz wird ignoriert, wenn er nicht in der Tabelle aufgelistet ist. Nur die unten aufgeführten Instruktionen werden ausgeführt.

Arbeiten mit dem HP-41

Die Funktionen des APS können mit dem HP-41 mit Hilfe des HP-IL-Moduls HP 82160A angesprochen werden. Dieser Abschnitt beschreibt, wie man das Text-Interface mit dem HP-41 als Controller adressiert und Escape-Sequenzen zur Bildschirmsteuerung erzeugt.

Zunächst muss das Text-Interface des APS adressiert werden. Dies geschieht zum Beispiel mit der Befehlsfolge:

ALPHA 'PAC-TEXT' ALPHA Device ID des Displays.
FINDID Suche Adresse innerhalb der Loop ...
SELECT ... und wähle Gerät als primäre Einheit.

Erzeugen von Escape-Sequenzen

Escape-Sequenzen können zum APS als primäre Einheit mit Hilfe der Funktion ACCHR gesendet werden. Die Befehlsfolge

27 ACCHR Schicke Escape-Zeichen zum Interface.
69 ACCHR Schicke das Zeichen 'E' zum Interface. Damit wird die Funktion CLRDEV (Lösche Bildschirm) ausgeführt.

löscht den Bildschirm und stellt den Cursor in der oberen linken Ecke dar.

Sequenzen zur Cursor-Positionierung können ebenso einfach erzeugt werden. Nachdem die Codes für Escape und % erzeugt wurden, müssen zwei weitere Zeichen erzeugt werden, deren Code-Nummern die Zeile und Spalte der gewünschten Cursor-Position darstellen, also z.B.:

27 ACCHR Schicke Escape-Zeichen.
37 ACCHR Schicke '%'-Zeichen.
12 ACCHR Schicke Spaltennummer := 12.
 8 ACCHR Schicke Zeilennummer := 8.

Nach Erzeugung des letzten Zeichens ist die Escape-Sequenz komplett und wird vom APS ausgeführt. Der Cursor steht nun auf der Position (12, 8). Neben dieser Möglichkeit der Erzeugung von Steuersequenzen gibt es eine weitere Funktion Ihres HP-41, mit der sich Steuerzeichen in Daten- oder Textstrings einbetten lassen. Diese Strings können dann mit den normalen Druckausgabe-Funktionen wie OUTA, PRA oder ACA zum Video-Interface übertragen werden.

Zur Erzeugung dieser Sequenzen wird das Escape-Zeichen zunächst im X-Register codiert und dann in das Alpha-Register übertragen. Dort kann der übrige Teil der Sequenz angehängt und mit anderen Zeichen zusammen übertragen werden. Die folgende Befehlssequenz gibt den Text TOPLEFT an der Position (0, 0) aus:

27 BLDSPEC Erzeuge Escape-Zeichen.
ALPHA ARCL.X 'HTOPLEFT' ALPHA Übernehme Zeichen ins Alpha-Register, vervollständige die Escape-Sequenz (ESC H) und hänge Text an.
OUTA Schicke die Sequenz zur Ausführung ans Interface.

Analog können weitere Sequenzen erzeugt werden. Eine Reihe von Zusatzmoduln für den HP-41 erleichtern die Erzeugung von Steuerzeichen mit dem HP-41 ganz erheblich. Wenn Sie die vollen Möglichkeiten der Bildschirmsteuerung mit Ihrem Rechner nutzen möchten, sollten Sie die Anschaffung eines solchen Moduls erwägen. Ihr Händler wird Sie gerne beraten.

Funktionen des Text-Interface

Escape-Sequenz Funktion
Cursor positionieren
ESC A Bewegt den Cursor eine Zeile nach oben.
ESC B Bewegt den Cursor eine Zeile nach unten.
ESC C Bewegt den Cursor eine Position nach rechts.
ESC D Bewegt den Cursor eine Position nach links.
ESC H Bewegt den Cursor auf Position (0, 0).
ESC %xy Bewegt den Cursor auf Position (x, y).
x := Spalte (ASCII-Zeichencode 0..79 bzw. 0..39 im 40-Zeichen-Modus)
y := Zeile (ASCII-Zeichencode 0..24)
Bildschirmspeicher löschen
ESC E Löscht den Bildschirmspeicher und setzt den Cursor auf Position (0, 0).
ESC J Löscht den Bildschirmspeicher von der aktuellen Cursorposition bis zum unteren Bildschirmrand.
Cursor-Modus setzen
ESC Q Stellt den Einfügungscursor dar (blinkende Unterstreichung).
ESC R Stellt den Ersetzungscursor dar (blinkender Block).
ESC < Der Cursor wird nicht mehr dargestellt.
ESC > Der Cursor wird dargestellt.
Textfenster bewegen
ESC S Rollt das Textfenster um eine Zeile nach oben.
ESC T Rollt das Textfenster um eine Zeile nach unten.
Bildschirmspeicher auslesen
ESC ? xyz Liest den Textstring der Länge z ab der Position (x, y) aus dem Bildschirmspeicher.
x := Spalte (ASCII-Zeichencode 0..79 bzw. 0..39 im 40-Zeichen-modus
y := Zeile (ASCII-Zeichencode 0..24)
z := Länge (ASCII-Zeichencode 0..255)
Text-Interface-Modus setzen
ESC ! Schaltet das Textdisplay ab. Alle Kontrollcodes werden nun an den Drucker gesendet.
DC3 (:= CHR$(19)) Schaltet das Textdisplay wieder an.
ESC 0 Schaltet die Centronics-Schnittstelle ab.
ESC 1 Schaltet Centronics-Schnittstelle ein. Alle zum Bildschirm gesendeten Zeichen werden zur Centronics-Schnittstelle weitergeleitet. Das APS wartet auf den Handshake des Druckers.
ESC 2 Der Trace-Modus wird angeschaltet (MAN).
ESC 3 Der Trace-Modus 1 wird angeschaltet (NORM), siehe HP-41 Handbuch.
ESC 4 Der Trace-Modus 2 wird angeschaltet (TRACE), siehe HP-41 Handbuch.
ESC 5 Wählt die 80-Zeichen-Darstellung.
ESC 6 Wählt die 40-Zeichen-Darstellung.
ESC 7 Der Trace-Modus 3 wird angeschaltet (TRACE/STACK), siehe HP-41 Handbuch.

80/40-Zeichen-Modus

Das APS erlaubt die Zeichendarstellung in normaler (:= 80 Zeichen/Zeile) und doppelter Breite (:= 40 Zeichen/Zeile). Dadurch ist es möglich, besondere Textbereiche hervorzuheben oder einfach eine grössere Darstellung zu wählen. Die Umschaltung beider Darstellungsmodi erfolgt durch die Sequenzen

ESC 5 80 Zeichen/Zeile
ESC 6 40 Zeichen/Zeile (doppelte Breite)

und kann von einem Zeichen zum anderen erfolgen. Bitte beachten Sie, dass sich im 40-Zeichen-Modus der gültige Bereich für die horizontale Positionierung des Cursors entsprechend verkleinert.

Inverse Darstellung

Der vom APS verwendete Zeichensatz ist eine HP-spezifische Erweiterung des ASCII-Zeichensatzes. Dieser Zeichensatz umfasst die Zeichen mit den Codenummern von 0 bis 127. In dem verwendeten 8-Bit Code lassen sich jedoch auch die Codenummern von 128 bis 255 erzeugen. Das APS benutzt bei diesen Codenummern den gleichen HP-Zeichensatz, jedoch in inverser Darstellung, d.h. in dunkler Schrift auf hellem Grund.

Zeichensatz

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die mit dem APS im Textmodus darstellbaren Zeichen. Es handelt sich dabei um den HP-Roman Zeichensatz, der auch von den Rechnern der Serie 70 und 80 benutzt wird. Die Umlaute und Sonderzeichen befinden sich dabei auf den gleichen Zeichenpositionen wie beim Display und der Tastatur dieser Rechner. Wird ein Epson-kompatibler Drucker an das APS angeschlossen, so können diese Zeichen auch – unabhängig vom Zeichensatz des Druckers – gedruckt werden (siehe Beschreibung des Centronics-Interface).

Zeichensatz des Advanced Pac Screen
1 ??          27 ??          53 5          79 O          105 i
2 ??   28 Σ   54 6   80 P   106 j
3 ??   29   55 7   81 Q   107 k
4 α   30 £   56 8   82 R   108 l
5 β   31 ??   57 9   83 S   109 m
6 ??   32 SP   58 :   84 T   110 n
7 ??   33 !   59 ;   85 U   111 o
8 ??   34 "   60 <   86 V   112 p
9 ??   35 #   61 =   87 W   113 q
10 ??   36 $   62 >   88 X   114 r
11 λ   37 %   63 ?   89 Y   115 s
12 μ   38 &   64 @   90 Z   116 t
13 ??   39 ??   65 A   91 [   117 u
14 ??   40 (   66 B   92 \   118 v
15 ??   41 )   67 C   93 ]   119 w
16 θ   42 *   68 D   94 ^   120 x
17 Ω   43 +   69 E   95 _   121 y
18 δ   44 ,   70 F   96 `   122 z
19 ε   45 -   71 G   97 a   123 {
20 π   46 .   72 H   98 b   124 |
21 Ä   47 /   73 I   99 c   125 }
22 ä   48 0   74 J   100 d   126 ˜
23 Ö   49 1   75 K   101 e   127 |–
24 ö   50 2   76 L   102 f      
25 Ü   51 3   77 M   103 g      
26 ü   52 4   78 N   104 h      

Trace-Modi für HP-41

Zur Unterstützung der Programmierung des HP-41 bietet das APS eine Reihe von Trace-Modi, die Tastatureingaben und Stackbelegung auf dem Bildschirm protokollieren. Es gibt zwei Möglichkeiten zum Einschalten dieser Betriebsart:

  1. Erzeugen der Trace Escape-Sequenz (ESC 3, ESC 4, ESC 7)
  2. Setzen der Flags 15/16 des HP-41
Die 'Print Mode Flags' (Flags 15 und 16) bestimmen den Ausgabemodus. Es werden folgende Betriebsarten unterschieden:

Modus Flag 15 Flag 16 Beschreibung
MAN
manueller Druck
gelöscht gelöscht Normale Betriebsart.
Es wird nur nach einem Druckbefehl auf den Bildschirm ausgegeben. Die Ausgabe von Programmlistings erfolgt linksbündig.
NORM
normaler Druck
gelöscht gesetzt Alle eingegebenen Zahlen und Alphaketten, die Namen der über das Tastenfeld ausgeführten Funktionen und Druckfunktionen erzeugen eine Bildschirmausgabe. Programmlistings werden rechtsbündig gedruckt.
TRACE
Trace-Druck
gesetzt gelöscht Zusätzlich zur NORM-Betriebsart werden in dieser Betriebsart Funktionsnamen, Zwischen- und Endresultate angezeigt.
TRACE mit STACK
Trace-Druck mit Stackoption
gesetzt gesetzt Zusätzlich zur TRACE-Betriebsart werden die Inhalte der Stackregister X, Y, Z und T gedruckt.

Weitere Informationen über diese Betriebsarten gibt das Handbuch des HP-IL-Moduls für Ihren HP-41 Rechner.

Verwendung als Drucker- oder Anzeigeeinheit

Sobald eine 'PRINTER IS'- oder eine 'DISPLAY IS'-Einheit deklariert ist, verwenden der HP-71 oder HP-75 diese bei allen Druck- oder Anzeigeoperationen. Das APS kann so als Display-Einheit für Ihren Rechner verwendet werden und wird bei allen Anzeigefunktionen automatisch vom Rechner bedient. Da die Gerätekennung des APS ein Display Device kennzeichnet, reicht es in der Regel aus, durch den Befehl

DISPLAY IS DISPLAY

die Ausgabe auf das Video-Interface zu lenken. Dieser Befehl funktioniert immer dann, wenn das APS das einzige oder zumindest das erste Display Device in der Interface Loop ist. Ansonsten kann die Adressierung über die Loop-Adresse oder die Device ID (PAC-TEXT) erfolgen. Gleiches gilt für die Adressierung des APS als Drucker- bzw. Plottereinheit. Hier muss der Befehl

PRINTER IS DISPLAY bzw.
PRINTER IS GRAPHIC

zur Adressierung ausgeführt werden. Weitere Informationen über die Adressierung von Geräten in der Interface Loop gibt Ihr Handbuch zum HP-IL-Interface Ihres Rechners.

Der Bildschirmpuffer

Wie bereits früher erwähnt, erlaubt der Textbildschirm die Darstellung von 25 Zeilen à 80 Zeichen. Der Bildschirmpuffer umfasst aber 75 Zeilen, die mit Hilfe der Escape-Sequenzen ESC S bzw. ESC T in das Textfenster geschoben werden können.

Abbildung 3: Der Bildschirmpuffer

Centronics-Schnittstelle

Im Text-Modus des APS ist es möglich, alle gesendeten Daten an die eingebaute Centronics-Schnittstelle weiterzuleiten, um somit z.B. einen externen Centronics-Drucker ansteuern zu können. Folgende Escape-Sequenzen werden zum An- bzw. Abschalten der Centronics-Schnittstelle benötigt:

ESC 0 Centronics-Schnittstelle aus.
ESC 1 Centronics-Schnittstelle an.
Alle zum Bildschirm gesendeten Zeichen werden zur Centronics-Schnittstelle weitergeleitet.
Das APS wartet auf den Drucker-Handshake.

Diese Sequenzen werden benutzt, um die auf den Bildschirm geschickten Zeichen auf dem Drucker mitzuschreiben. Dabei bleibt das Video-Interface voll in Funktion, d.h. Kontrollsequenzen und Escape-Kommandos werden vom Text-Interface interpretiert und nicht an den Drucker geschickt. Die Sonderzeichen des HP Zeichensatzes werden vom Interface automatisch in Grafikzeichen gewandelt und als solche auf den Drucker ausgegeben. Damit ist es möglich, unabhängig von dem im Drucker eingestellten Zeichensatz alle HP Sonderzeichen auszugeben. Sollte Ihr Drucker nicht auf Anhieb drucken, so überprüfen Sie bitte unbedingt das Interface-Kabel auf richtigen Anschluss. Manchmal ist es auch nötig, den ONLINE- oder SELECT-Schalter an Ihrem Drucker zu betätigen. Dieser muss in jedem Fall im ONLINE-Modus stehen. Sollte Ihr Drucker nicht richtig angeschlossen sein, so kann auch das APS nicht mehr einwandfrei arbeiten. Das Interface wartet in jedem Fall auf einen ordnungsgemässen Handshake mit dem Drucker. Wenn dieser nicht abläuft, so schafft nur das erneute Aus- und Einschalten des Interface Abhilfe.

ACHTUNG: In einigen Versionen des APS sind o.g. Escape-Sequenzen vertauscht! Dies ist jedoch durch einfaches Ausprobieren am Gerät leicht festzustellen und muss bei der Programmierung beachtet werden.

ESC ! Display Off.
Schaltet Bildschirmdarstellung ab und die Druckerschnittstelle in den Transparentmodus.
DC3 Deselect Printer.
Schaltet Interface zurück in den Normalmodus.

Diese weitere Gruppe von Steuerzeichen schaltet das Text-Interface ab und erlaubt es, das APS als reines Druckerinterface zu benutzen. Dabei werden alle Interpretationen von Escape-Sequenzen unterdrückt. Der Bildschirm bleibt dunkel und das APS arbeitet als transparentes Druckerinterface. In diesem Modus ist es möglich, alle Steuerzeichen und Escape-Sequenzen unverändert an den Drucker zu senden. Dieser Modus sollte benutzt werden, um den Drucker auf andere Zeichensätze oder Schriftarten zu programmieren. Das Steuerzeichen DC3 (CHR$(19)) schaltet das APS wieder zurück in den normalen Betriebsmodus.

Das Grafik-Interface

Das APS benutzt ein Subset der HP-Graphics-Language (HP-GL) zur Bedienung des Grafik-Bildschirms.

Spezifikationen des Grafik-Interface

HP-IL-Meldungen

Der Grafikteil des APS reagiert auf folgende HP-IL-Meldungen:

HP-IL-Meldung Reaktion des Advanced Pac Screen
Send Device ID Falls Talker wird der String 'PAC-PLOT' gesendet.
Send Accessory ID Falls Talker wird ein Byte mit dem Wert 96 gesendet.

Technische Daten

Die physikalische Auflösung beträgt 640 x 250 Punkte. Sobald der Grafik-Bildschirm addressiert wird, wird dieser auch dargestellt. Durch die rote Taste auf dem Gehäuse des Video-Interface lässt sich auf den jeweils anderen Bildschirm umschalten.

Ansteuerung des Grafik-Interface

Das APS kann von verschiedenen HP-IL-Controllern angesteuert werden:

Die Ansteuerung geschieht jedoch bei jedem Controller anders. Aus diesem Grund soll an dieser Stelle die anschliessend beschriebenen Konventionen getroffen werden.

Initialisieren der Schleife

Im folgenden wird davon ausgegangen, dass Sie die Interface-Loop gemäss Ihrem Protokoll initialisiert und somit dem APS eine Bezeichnung und eine Adresse zugewiesen haben. Dafür geben Sie bitte jeweils die für Ihren Rechner notwendige Befehlssequenz ein.

HP-41:

ALPHA 'PAC-PLOT' ALPHA
FINDID
SELECT

HP-71:

RESET HPIL
DISPLAY IS DISPLAY
PRINTER IS GRAPHIC

HP-75:

Initialisieren Sie bitte die Schleife gemäss dem Benutzerhandbuch so, dass das Text-Interface den Namen ':D1' und das Grafik-Interface den Namen ':G1' erhalten. Danach führen Sie die folgenden Befehle aus:
DISPLAY IS ':D1'
PRINTER IS ':G1'

Senden von Instruktionen

In der nachfolgenden Beschreibung sind Instruktionsketten in Hochkommata ("") eingeschlossen, z.B. "IN;SC0,100,1,100;".

HP-41:

Geben Sie die Instruktion ins ALPHA-Register ein und führen Sie danach den Befehl OUTA aus, z.B.:
ALPHA IN;SC0,100,1,100; ALPHA
OUTA

HP-71:

Führen Sie den Befehl PRINT "Instruktionskette" aus, z.B.:
PRINT "IN;SC0,100,1,100;"

HP-75:

Siehe HP-71

Empfangen von Daten

In manchen Fällen werden Sie auch auf Output-Befehle des APS zurückgreifen wollen. Die im Handbuch benutzte Syntax für diese Befehle sieht so aus, dass die Variablen, denen die gelesenen Werte zugewiesen werden, in einfache Hochkommata ('') eingeschlossen sind.

Beispiel: 'A,B,C' bedeutet, dass drei Werte gelesen werden, die dann den Variablen A, B, und C zugewiesen werden.

HP-41:

Beim HP-41 erfolgt der Empfang der gelesenen Daten über das ALPHA-Register mittels der Funktion INA des HP-IL-Moduls. Um Daten vom APS direkt an andere HP-IL-Geräte zu senden (z.B. Hardcopy des Bildschirms auf einen Drucker), benötigt man die Befehle aus der XFER-Reihe des Extended-I/O-Moduls.

HP-71:

Führen Sie den Befehl ENTER :GRAPHIC;Variable(,Variable, ..., Variable) aus, z.B.:
ENTER :GRAPHIC;A,B,C

HP-75:

Beim HP-75 benötigen Sie zum Lesen das I/O-Modul. Sie können dann den Befehl ENTER wie beim HP-71 verwenden.

Anmerkung zum HP-41

Wenn Sie zu Ihrem HP-41 ein Plottermodul besitzen, so gelten die im folgenden Abschnitt erläuterten Befehle nur bedingt. Die im Plottermodul enthaltenen Befehle sind Macrobefehle, deren einzelne Bestandteile auf die hier erklärte HP-Graphics-Language zurückgehen. Ein Befehl des Plottermoduls führt also ohne Ihr weiteres Zutun eine ganze Reihe von HP-GL-Befehlen aus. Es ermöglicht daher beim HP-41 eine wesentlich erleichterte Programmierung von Grafiken, da die Programme durch die Verwendung dieser Macrobefehle erheblich kürzer werden. Wenn Sie viel Grafik mit Ihrem HP-41 programmieren wollen, so sollten Sie die Anschaffung des Plottermoduls erwägen.

Einführung in die HP-Graphics-Language

Die HP-Graphics-Language (kurz HP-GL) ist eine Sprache, die Plotvorgänge in Einfachbefehle zusammenfasst und somit verständlich macht. Eine HP-GL-Instruktion besteht aus zwei Buchstaben (in Gross- oder Kleinschreibung). Ein Befehl in dieser Plottersprache ist definiert als eine Instruktion, welcher ein Parameterfeld folgt und die in bestimmten Fällen von einem sogenannten Terminator-Zeichen beendet wird. Nachfolgende Parameter müssen durch ein Komma oder ein Leerzeichen voneinander getrennt sein. Es können innerhalb eines Befehls auch zusätzliche Kommata oder Leerzeichen zur deutlicheren Trennung verwendet werden. Jede Instruktion wird durch ein Semikolon ; abgeschlossen. Als Schlusszeichen kann jedoch auch ein beliebiges Sonderzeichen (beispielsweise $ oder %) verwendet werden.

Aufbau eines HP-GL-Befehls
XX Parameter(, Parameter) Terminator-Zeichen
Instruktion (optionale) Parameter optionaler Terminator

Eigenschaften eines Plotters

Das APS benutzt zum Ansprechen seiner Grafikfunktionen eine leistungsfähige Teilmenge der Zeichenbefehle des Plotters HP 7470A. Dabei werden die Eigenschaften dieses Plotters möglichst sinnvoll emuliert. Eine Reihe zusätzlicher Befehle erweitern die Fähigkeiten des Plotters um die besonderen Möglichkeiten eines grafischen Video-Interface.

Es ist jedoch zu beachten, dass die physikalische Auflösung des Bildschirms bei weitem nicht mit der Auflösung eines Plotters vergleichbar ist. Es muss daher eine Transformation des Plotter-Koordinatensystems auf das physikalisch vorgegebene Raster des Bildschirms (640 x 250 Punkte) vorgenommen werden. Dieses Koordinatensystems kann zudem von Benutzer auf sein eigenes Koordinatensystem transformiert werden. Alle diese Transformationen erfolgen mit hoher Genauigkeit, können aber dennoch unter ungünstigen Umständen zu Rundungsfehlern führen. Die vielfältigen Möglichkeiten der Einteilung der Zeichenfläche beschreibt dieses Kapitel.

Bevor näher auf die Plotterbefehle eingegangen wird, sollen hier einige Begriffe erläutert werden, die im Zusammenhang mit den Plotfunktionen benutzt werden.

Skalierung
Einteilung der Plotfläche in Einheiten, die für die Anwendung besonders günstig sind. Die Einheiten müssen nicht die gleiche Länge auf den beiden Achsen haben und müssen auch nicht die gleiche Anzahl von Einheiten auf den Achsen aufweisen.
Skalierungspunkte
Die Punkte auf der Plotfläche, bezeichnet mit P1 und P2, denen mit der Skalierungsanweisung die Benutzereinheiten zugeordnet werden.
Window
Der Teil der Plotfläche, innerhalb dessen Punkte, Linien und Labels gezeichnet werden können. Ausserhalb dieses Fensters ist kein Zeichnen möglich. Nach dem Einschalten ist das Fenster gleich den maximalen Zeichengrenzen.
Clipping
Das Abschneiden von Linienzügen, die ausserhalb des Zeichenfensters liegen.

Die Zeichenfläche

Die Zeichenfläche kann als zweidimensionales kartesisches Koordinatensystem betrachtet werden. Dieses Koordinatensystem ist aufgeteilt in ein Raster von Punkten, das in beiden Achsen den Zahlenbereich von -32768 bis 32767 umfasst.

Innerhalb dieses Koordinatensystems, den Plottereinheiten, kann der Bereich von P1 := 250,279 und P2 := 10250,7479 zum Zeichnen benutzt werden. Dieser Bereich entspricht den Hard-Clip-Limits, also den physikalischen Zeichengrenzen der Plottermechanik. Ausserhalb dieser Grenzen ist das Zeichnen nicht möglich, wenngleich Punkte der Zeichnung durchaus ausserhalb dieser Grenzen liegen können. Das APS benutzt diese Werte ebenso wie der Plotter HP 7470A für P1 und P2 nach dem Einschalten bzw. nach Ausführung des Default (DF) Kommandos.

Nach dem Initialisieren des Interface liegen die Skalierungspunkte P1 (links unten) und P2 (rechts oben) an den maximalen Zeichengrenzen. Zwischen diesen beiden Punkten kann vom Benutzer auf ein anderes Koordinatensystem umgeschaltet werden, auf die sogenannten Benutzereinheiten. Dazu werden die Punkte P1 und P2 mit der Anweisung Input Points (IP) auf die gewünschten Plotterkoordinaten gesetzt. Anschliessend kann das durch P1 und P2 bestimmte Rechteck mit der Skalierungsanweisung (SC) in die gewünschten Benutzereinheiten skaliert werden.

Abbildung 4: Koordinatensystem der Zeichenfläche

Beispielprogramme

Um den Umgang mit dem APS zu erleichtern, finden Sie im folgenden Abschnitt einige Beispielprogramme für die Rechner HP-41, HP-71 und HP-75. Diese Programme zeigen auf einfache Weise, wie leicht vor allen Dingen die Grafikausgabe auf den Bildschirm sowie eine anschliessende Hardcopy auf einen ThinkJet-Drucker sind.

HP-41

Programm Sinus

01 ♦ LBL "PLOTSIN"
02   "IN"
03   OUTA
04   0
05   STO 00
06   RAD
07   "SC0,314,-100,"
08   |- "100"
09   OUTA
10   "PA0,0,SP1,PD"
11   OUTA
12   "PA314,0,0,0"
13   OUTA
14 ♦ LBL 01
15   RCL 00
16   5
17   +
18   STO 00
19   314
20   X<=Y?
21   GTO 02
22   X<>Y
23   25
24   /
25   SIN
26   90
27   *
28   "PA"
29   ARCL 00
30   |- ",0"
31   OUTA
32   "PR0,"
33   ARCL X
34   OUTA
35   "PR0,"
36   CHS
37   ARCL X
38   OUTA
39   GTO 01
40 ♦ LBL 02
41   "PU,PA150,91"
42   OUTA
43   "LBSINUS"
44   3
45   BLDSPEC
46   ARCL X
47   OUTA
48   END

HP-71 / HP-75

Programm Uhr

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